Neue Gedenkskulptur für gestohlene Bergmannsstatue in Altenessen

Nachdem im April 2021 die ursprüngliche, bronzene Bergmannsstatue vom Nordfriedhof in Altenessen gestohlen wurde, ist am 13. Oktober 2026 eine neue Gedenkskulptur eingeweiht worden. Die einstige Figur erinnerte an ein schweres Grubenunglück auf der Zeche Fritz vom 26. Juni 1942, bei dem 45 Bergleute ums Leben kamen. Um diesen Ort des Gedenkens wiederherzustellen, schlossen sich im Jahr 2025 verschiedene lokale Akteure zusammen, darunter der Lesebuchkreis Altenessen, der katholische Knappenverein sowie die AG Bauen und Wohnen der Altenessen-Konferenz.

Die neue Skulptur wurde vom Kettwiger Bildhauermeister Thorsten Stegmann aus Stein gefertigt. Sein Entwurf orientiert sich am historischen Vorbild des trauernden Bergmanns, stellt jedoch eine zeitgemäße Interpretation dar, die auf dem erhaltenen Originalsockel platziert wurde. Ergänzend wurde eine Informationstafel installiert, die über die Katastrophe von 1942 sowie die Geschichte des Denkmals aufklärt.

Das Projekt wurde durch eine breite finanzielle Basis ermöglicht: Neben der RAG-Stiftung, die den Hauptteil der Kosten trug, beteiligten sich der städtische Fonds „Pack An“ sowie die Bezirksvertretung V an der Finanzierung. Fachliche Unterstützung erhielt die Initiative zudem durch den städtischen Fachbereich Grün und Gruga. Mit der feierlichen Aufstellung hat der Stadtteil ein dauerhaftes Zeichen der Solidarität und der Identität gesetzt.

Initiiert von:
LESEBUCHKREIS ALTENESSEN
KATHOLISCHER KNAPPENVEREIN 1863 BERGMANNSGLÜCK ALTENESSEN
AG BAUEN UND WOHNEN DER ALTENESSEN-KONFERENZ

Unser Medienarchiv konnte die Recherchen der Initiative mit einem Beitrag des Offenen Kanal aus 1992 unterstützen.

Kategorien: Projekt

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